Es hört sich fast an wie eine Geschichte zu einem Bestseller Roman. Noch hat es nicht die Qualität der Story vom Tellerwäscher zum Millionär, dennoch ist es eine beachtliche Leistung. Ein junger Mann stand im Jahr 2008 plötzlich auf der Straße. Sein damaliger Arbeitgeber hatte Ihn aus Kostengründen freigestellt. Mit lumpigen 400,- Euro in der Tasche und einer menge Frust im Bauch war es jetzt an der Zeit sich neu zu orientieren. Schnell war die Idee geboren einen eigenen Computerladen zu haben und alles besser zu machen. Diesen Wunsch haben ja viele aber in diesem Fall wurde es gesagt und getan. Ein klitzekleiner Laden wurde gesucht und auch gefunden. Die kleine Miete und die gute Lage an einer viel befahrenen Straße sollten der Grundstein sein. Der erste Weg ging zum Arbeitsamt um noch einige Fördergelder in Anspruch zu nehmen und der zweite zur Gewerbeanmeldung. Von diesem Tag an ging es in erster Linie um Service und Reparaturen. Schon nach wenigen Wochen waren die Kosten für die Ingangsetzung eingefahren und es wurden erste Gewinne verbucht.
Der junge Mann arbeitete eifrig an seiner Internetseite um an seinem Standort als DER Notebook-Reparatur-Service in aller Munde zu sein. Viele Stunden Google Optimierung und Programmierung an der eigenen Internetseite brachten schon nach einem viertel Jahr die ersten Erfolge. Gab man Laptop, Notebook oder Reparatur bei Google ein, bekam man immer an der ersten bis dritten Stelle die Adresse der Firma angezeigt. In der Zwischenzeit waren schon viele Aufträge zur vollsten Zufriedenheit der Kunden bearbeitet und es kamen ständig neue hinzu. Hier und da bekam der junge Unternehmer ein paar Tipps und Anregungen was noch alles verbessert werden könnte. Die Entwicklung im Fokus, flossen die erzielten Gewinne zu einem großen Teil zurück in das Unternehmen. Anfang 2009 war es denn soweit und ein weiterer Mitarbeiter musste eingestellt werden, da man den anfallenden arbeiten kaum mehr Herr werden konnte. Schnell zeigte sich das ein weiterer Mitarbeiter zusätzliche Möglichkeiten eröffnete. Jetzt konnte der kleine Laden ohne Pause geöffnet bleiben und trotzdem alle Außendiensttermine durchgeführt werden. Ein echter Mehrwert wie sich schnell rausstellte. Viele Kunden kamen nun auch in der Mittagspause um Rechner und Notebooks abzugeben oder abzuholen. Die anfängliche Unsicherheit, ob ein weiterer Mitarbeiter, der ja Kosten verursacht, sich denn auch tragen würde, war schnell vergessen. Es musste ein weiterer Kraft her, die mit anpackte und die vielen Aufträge bearbeiten konnte. Eine weitere Investition die sich sofort amortisierte.
Dann kam die große Frage, was wird der nächste Schritt sein? Mehr Fläche? In dem kleinen Laden war jetzt kaum noch Platz für die vielen Aufträge, geschweige denn für einen weiteren Mitarbeiter. Also ein Immobilienwechsel, das stand Fest. Zu diesem Zeitpunkt kam ein weiterer Hinweis der aufhorchen ließ. Service ist ja gut und schön, aber wie wäre es denn mit Verkauf von Hardware? Bis zu diesem Zeitpunkt gab es kaum Verkäufe. Die Kunden denen nicht geholfen werden konnte, weil eine Reparatur zu kostspielig war, wurden in die Flächenmärkte geschickt oder zu den Wettbewerbern. Selber diese Geräte anzubieten und zu verkaufen kam dem jungen Unternehmer komisch vor. Wieder kamen ein paar „heiße Hinweise“ für Produkte und was man dem Kunden alles sonst noch direkt verkaufen könnte. Die ersten Produkte wurden eingekauft und in den „Laden“ gestellt. Bei den ersten beiden Notebooks dauerte es nicht mal ein Tag und sie waren auch schon wieder verschwunden. Das gleiche passierte bei externen Festplatten und anderen Zubehörartikeln. Die Tipps waren wirklich brauchbar und zeigten schnell wie man mit der richtigen Argumentation und Kundenberatung diese Produkte und eine breite Palette von Dienstleistungen anbietet und dann auch verkauft bekommt.
Nun, diese Zusammenarbeit wird in diesem Jahr noch weiter intensiviert und ausgebaut. Am Ende dieses Jahres wird, wenn die Immobilie gefunden und bezogen werden kann, ein neuer PC-SPEZIALIST entstehen. Das nötige Kapital wurde selbst verdient um diesen Schritt gehen zu können. Letztlich war es nur ein kleiner Teil an Erfahrung und Know-How was in das Unternehmen transportiert wurde. Die Energie etwas zu verändern und neue Wege zu beschreiten standen schon bereit. Das fachliche Wissen wurde um eine kaufmännische und organisatorische Komponente erweitert. Am Anfang war es der Wusch sich mit einem Reparaturladen über Wasser zu halten, jetzt ist es der Wunsch, als DER Anbieter in Sachen Notebook und Reparatur, den lokalen Markt zu erobern.
