Vor Kurzem stieß ich im Rahmen einer Recherche auf einen schon etwas älteren Artikel der Channelpartner, in dem Damian Sicking argumentierte, warum sich Systemhäuser für den privaten Endkunden interessieren sollten. Seine Argumentation richtet sich darauf aus, dass der private Endkunde in seinen Anforderungen an Dienstleistungen unterschätzt würde und durchaus Bedarf hat, der sich mit dem Leistungsportfolio eines Systemhauses deckt.
Den Vorteil versteht er in der Sicherung der Auftragslage und Stabilisierung der Umsatzentwicklung.
Wie kann nun aber ein Fachhandelskonzept wie PC-SPEZIALIST hier ansetzen? Ein schlagendes Argument lieferte mir in einem Gespräch der Geschäftsführer eines Systemhauses, der mir schilderte, dass Systemhäuser immer in der Situation sind, den Kunden ansprechen zu müssen. Über die Integration eines Ladengeschäftes erzeugt er Kundenstrom; sowohl auf den Einzelhandel als auch auf das Systemhaus, denn man dürfe nicht vergessen, dass jeder Firmenkunde auch ein Privatkunde sei, jeder private Kunde jedoch auch einen Firmenkundenkontakt repräsentieren kann. Die Fläche des Ladengeschäftes gäbe ihm die Möglichkeit seine Ware attraktiv für den Kunden zu präsentieren, fungiere aber gleichzeitig auch als Lager, so dass er seine Systemhauskunden in den meisten Fällen sofort mit „Material“ bedienen könne. Über die Ansprache an private Endkunden generiert er eine höhere Auslastung in der Technik, die wiederum zu höheren Erträgen führt.
Rundum also eine Kombination, die sowohl für das Systemhaus als auch den IT-Fachhandel gewinnbringend sein kann und zum Nachdenken anregt! :-)

Naja, also ich glaube eig. auch eher dass sich ein Systemhaus als B2B Dienstleister positionieren sollte. Aus betriebswirtshcaftlicher Sicht dürfte sich der Beratungsaufwand etc. für Privatkunden kaum lohnen da die damit i.d.R. erstmal überfordert sind. Auch was die Hardware anbelangt sind diese doch eher beim Media Markt etc. besser aufgehoben als z.B. einem IT Service in Bad Saulgau.
Kommentar von Systemhaus — September 9, 2011 @ 10:24
Vielen Dank für Ihren Kommentar! Man kann sicherlich geteilter Auffassung darüber sein, ob sich eine Kombination aus Systemhaus- und Endkundengeschäft rentabel auf die Gesamtentwicklung des Unternehmens auswirkt und letztlich ist eine bedeutende Variable die Ausrichtung des Systemhauses, um hier den Nutzen einer Ergänzung auf dem Endkundensektor abwägen zu können. Schlussendlich ist ein schlechtes Geschäft, ein Geschäft, das man nicht macht. Insofern lohnt sich der Blick aufs Detail in jedem Fall, um Aufwand und Mehrwert einander gegenüber zu stellen. Aus unserer Erfahrung ein Vergleich, der sich lohnt! ;-) Viele Grüße, Ihre Constanze Jendrike-Frey
Kommentar von Constanze Jendrike-Frey — September 9, 2011 @ 10:39