Am Wochenende war ich auf der Geburtstagsfeier meines Vaters – große Runde und viele Leute, die man lange Zeit nicht gesehen hatte. Wie das halt immer so ist bei solchen Familienfeiern. Ich saß an der Tafel neben einem langjährigen Freund meines Vaters. Er ist Koch und – wenn ich das von anderen Anlässen geschmacklich beurteilen darf – ausgezeichnet in seiner Profession. Das Besondere – er arbeitet nicht in einem Hotel oder Restaurant, sondern er leitet die Küche in einem Unternehmen. Nicht einfach nur die Kantine, sondern in seiner Firma gehört es zum Alltag, dass besondere Geschäftsabschlüsse während eines guten Essens im eigenen Hause herbeigeführt werden. Oder für den Fall, dass die Tinte unterm Vertrag schon trocken ist, auch gefeiert werden.
Irgendwann im Laufe des Abends fragte ich ihn, ob er sich mit seinen kulinarischen Fähigkeiten auch vorstellen könne, sich selbständig zu machen. „Ja“ sagte er, dass könne er sich schon vorstellen. Auch heute arbeite er komplett selbständig und leite die Küche und auch von der zeitlichen Arbeitsbelastung komme sein heutiger Job einer Selbständigkeit sehr nah. Auf meine Frage, mit welcher Art Restaurant er sich denn selbständig machen würde, antwortete er mir, dass er das vom Personal abhängig machen würde, dass er dafür gewinnen könnte. Insbesondere die Fähigkeiten und Vorlieben der Köche seien dann entscheidend.
Ich muss ein ziemlich überraschtes Gesicht gemacht haben. In meiner Vorstellung bestimmt der Chef die Strategie und Ausrichtung seines Unternehmens. Und eigentlich zielte meine Frage nach seiner Ausrichtung darauf ab, welche Küche er selbst beim Kochen bevorzugt und entsprechend in einem eigenen Restaurant umsetzen würde. Also fragte ich nach, wieso er nicht das kocht wo er Lust drauf hat oder was er besonders gut kann? „Ganz einfach“, sagte er. „Entweder Du willst alles allein machen – oder richtig.“
Wahrscheinlich ist die Steigerung eines überraschten Gesichts ein verständnisloser Gesichtsausdruck. Ich musste jedenfalls gar nicht nachfragen, damit er seine Aussage erklärte: „Allein kannst Du vielleicht eine Pommesbude oder einen tragbaren Würstchengrill betreiben. Aber ein Restaurant? Wenn ich mich in der Gastronomie selbständig machen will, dann ist es zwar gut wenn ich kochen kann, aber ich muss eigentlich eher ein Geschäftsführer sein, der sagt wo es langgeht. Wenn dann noch Zeit übrig ist, kann ich mich ja immer noch an den Herd stellen. Fürs Kochen brauchst Du angestellte Köche – und die müssen was drauf haben. Solche Leute findest Du nicht an jeder Ecke.“
Der Satz ging mir nicht aus dem Kopf. „Entweder Du willst alles allein machen – oder richtig.“ Ich musste an die vielen Fernsehsendungen denken, in denen unterschiedliche Kochprofis verzweifelten Gastronomen zu Hilfe eilen. Natürlich sind bei diesen Sendungen auch immer die Fähigkeiten der Köche ein Thema. Ist die Küche sauber? Was kochen sie überhaupt? Nehmen sie die richtigen Lebensmittel? Die richtigen Gewürze? Die richtige Herdtemperatur? Ist es nett auf dem Teller angerichtet? Schmeckt es den Gästen?
Aber es werden auch immer wieder ganz andere Aspekte untersucht und angegangen. Wie ist die Kostenstruktur? In was für einer Immobilie ist das Restaurant? Wie ist das Ambiente? Was für ein Publikum kommt? Wie sieht die Speisekarte aus? Welche Gerichte werden angeboten – und wie viele? Wie ist die Preisklasse? Wo werden die Zutaten eingekauft? Was machen andere Wettbewerber in der Umgebung? Kann der Koch eine Mahlzeit kalkulieren? Und wie lange braucht der Koch, bis das fertige Ergebnis am Tisch serviert werden kann? Wie viele nicht verkaufte Lebensmittel müssen weggeschmissen werden? Wie sieht die Organisation aus? Weiß jeder, wofür er zuständig ist? Sind die Aufgaben richtig verteilt? Sind die Abläufe aufeinander abgestimmt? Und auch ganz wichtig – sind die Mitarbeiter ein Team? Was passiert, wenn es mal voller wird, und alle gleichzeitig was zu essen haben wollen? Und nicht zuletzt – wie erfahren die Leute von den kulinarischen Genüssen? Also welche Art Werbung wird gemacht und wie findet man dort hin?
Jeder Restaurantbesitzer, der in erster Linie selbst am Herd steht, vernachlässigt mindestens 7 andere wichtige Aufgaben. Planung, Organisation, Mitarbeiterführung, Einkauf, Marketing, Kundenzufriedenheit und Finanzcontrolling. Und sehr ähnlich verhält es sich im IT-Fachhandel. Es ist natürlich hilfreich, wenn man als Geschäftsführer weiß, wie man PC’s baut, Platinen lötet oder Viren entfernt. Aber man muss alle anderen Stellschrauben ebenfalls im Blick haben, um insgesamt erfolgreich zu sein.
PC-SPEZIALIST Partner haben es gut. Auch wenn für sie im täglichen Geschäft so viel Arbeit, Planung, Organisation, Kontrolle und Führung anfällt, dass man sicher von einem überdurchschnittlichen Arbeitspensum sprechen kann – in vielen Bereichen können sie aber auch auf fertige Lösungen wie z.B. Rahmenverträge, Onlinelösungen wie Wikis und EGIS, oder auch Ladenbauelemente, Werbemittel, Aktionswaren und eben ein bundesweit einheitliches Markenkonzept zurückgreifen.
Und so können wir sogar in zweierlei Richtung sagen – ein PC-SPEZIALIST macht nicht alles allein – aber richtig.
Intern in seinem Unternehmen zusammen mit seinen Mitarbeitern. Extern in der Gemeinschaft PC-SPEZIALIST mit all den anderen PC-SPEZIALIST Partnern und der Zentrale.
Also, wenn Sie IT-Fachhändler sind, machen Sie nicht alles allein – sondern richtig!
Unsere Händler-Hotline erreichen Sie unter 0521-9696 211 oder vereinbaren Sie hier einen Rückruf:
http://www.pcspezialist-fachhandel.de/index.php?kontakt.
Matthias Schulz



